Warum funktioniert die Impfung nicht?

Warum funktioniert die Impfung nicht? Im Jahr 2020 dokumentierte Varianten von SARS-CoV-2 [16]

In Deutschland sind ungefähr 70% der Bevölkerung geimpft und dennoch scheint keine Verbesserung der Corona-Situation einzutreten. Die Impfung verleiht keine "sterile Immunität" und führt zu vielen Durchbruchsinfektionen und Hospitalisierungen bei Geimpften. 

Doch was auch immer man von den DNA bzw. RNA-basierten Impfungen halten mag, dem Prinzip nach sollten sie eigentlich funktionieren. Wo ist also der Fehler bei der Impfung?

Folgt man den offiziellen Inzidenzen und Todesfällen, hat uns im Winter 2020 das Corona-Virus relativ hart getroffen – zu einem Zeitpunkt, als noch niemand geimpft war. Nun, nicht einmal ein Jahr später, scheint die Situation noch viel schlimmer zu sein – obwohl laut offiziellen Angaben ungefähr 70% der Bevölkerung geimpft sind und sich unter den Nichtgeimpften viele Kinder befinden, die an Covid praktisch nicht ernsthaft erkranken.

Was auch immer man von den DNA bzw. RNA-basierten Impfungen halten mag, dem Prinzip nach sollten sie funktionieren. Doch gerade in Anbetracht der fehlenden "sterilen Immunität", der vielen "Durchbruchsinfektionen" und Hospitalisierungen von Geimpften, scheint vor allem auch eine mangelhafte Impfwirkung schuld daran zu sein, dass sich die Situation nicht bessert.

Wo ist also der Fehler bei der Impfung?

Lernen von der Natur

Vielleicht ist es nicht schlecht, erst einmal den Blick von der Hochtechnologie der momentan eingesetzten Impfstoffe abzuwenden, um zu verstehen, welche Mechanismen die Natur dem Menschen zur Verarbeitung von Viren mitgegeben hat.

Die erste Abwehrstufe ist das unspezifische Immunsystem, das uns seit der Geburt bei der Abwehr von körperfremden Stoffen (Antigenen) hilft, zu denen auch die Viren und deren Bestandteile gehören. Es kann sehr schnell aktiviert werden, allerdings ist seine Reaktion eher grob, weswegen der Körper bemüht ist, diese Antigene besser kennenzulernen und so effektiver damit umgehen zu können.

Diesen Teil übernimmt das erlernte spezifische Immunsystem, ein komplexes System aus Killer- und Freßzellen, Helfer- und Gedächtniszellen, sowie spezifischen Antikörpern. Nicht alle Beteiligten sind direkt "an der Front" aktiv, aber all diese Elemente arbeiten eng zusammen, informieren und aktivieren sich gegenseitig, rufen sich zu Hilfe oder regen die Bildung benötigter Abwehrzellen an.

Zwar ist auch dieses System nicht fehlerfrei, wie z.B. das Auftreten von Autoimmunkrankheiten zeigt, aber dennoch ist es zunächst das Vorbild, an dem sich jede Impfstoffentwicklung orientieren sollte. Nicht umsonst galt, bis Corona kam, die natürliche Immunität, die der Körper in der direkten Begegnung mit der Wildform eines Virus entwickelt, als der sicherste und stabilste Schutz – vorausgesetzt natürlich, der Mensch überlebt diesen Angriff unbeschadet.

Da dies nicht immer der Fall ist, war die Idee der Impfstoffe, dem Körper eine abgeschwächte oder inaktive Form des Virus zu präsentieren, damit sein spezifisches Immunsystem ohne Gefahr für den Menschen daran lernen kann. Die "Lebenderreger-Impfstoffe" sorgen für die Ausbildung einer stabilen Immunität, aber auch die abgeschwächten Viren können manchmal gefährlich werden. Ein Risiko, das bei den "Toterreger-Impfstoffen“ nicht besteht, jedoch ist die Immunität ebenfalls weniger stabil, was zeigt, wie wichtig für den Körper die Kenntnis des ganzen (aggressiven) Virus ist.

Vom Virus zum Protein

Da die Entwicklung und Produktion solcher Impfstoffe aufwändig ist, wird zunehmend versucht, Alternativen zu finden. So wird weniger virales Material benötigt, wenn Adjuvantien eingesetzt werden, die die Immunreaktion verstärken. Oder man identifiziert die Schlüsselproteine der Viren, die der Körper für den Aufbau einer Immunität benötigt. Diese werden dann bei den "Proteinimpfstoffen" dem Körper anstelle des ganzen Virus präsentiert. Auch die Vektor- und mRNA-Impfstoffe basieren auf diesem Prinzip, nur werden die Proteine nicht direkt verabreicht, sondern der Körper wird dazu veranlasst, diese selber zu produzieren.

Diese Methoden sind nicht grundsätzlich zu verwerfen*, es stellt sich aber die Frage, auf wie wenige Proteine man ein Virus reduzieren kann. Sind es zu wenig, kann der Virus vom Körper nicht mehr als Gesamtheit identifiziert werden. Und genau hier scheint das Problem bei den momentan eingesetzten Impfstoffen zu liegen, die sich – trotz mangelnden Erfahrungswissens – vor allem aufgrund der Möglichkeit durchgesetzt haben, sie günstig und in großen Mengen zu produzieren.

Im Zusammenhang mit der Entwicklung der Covid-Impfstoffe durchgeführte Untersuchungen an Mäusen haben gezeigt, dass mindestens drei Proteine, S (Spike), E (Envelope) und M (Matrix) vorhanden sein müssen, um ein Virus-ähnliches Partikel (VLP) zu bilden. Waren diese drei Proteine vorhanden, konnte eine sehr gute Immunantwort hervorrufen werden, während das Spike-Protein allein ein eher schwaches Resultat zeigte. [1]

Vermutlich waren es technische Schwierigkeiten und der Zeitdruck, die die Impfstoffhersteller dazu bewogen haben, sich trotz dieser Ergebnisse auf das Spike-Protein zu konzentrieren. Es ist von den drei Proteinen das wichtigste, da die gebildeten neutralisierenden Antikörper direkt bei der Abwehr des Virus beteiligt sind.

So gesehen ist davon auszugehen, dass diese Impfstoffe gegen die Wildform und frühe Varianten, deren Spike-Protein hier codiert wurde, auch eine Wirkung haben. Wie gut diese Wirkung ist, und vor allem, wie lange sie anhält, bleibt jedoch fraglich.

Die von Pfizer durchgeführte Phase-III-Studie bescheinigt der Impfung eine Effektivität von knapp 95% [2], es bestehen aber Zweifel an deren ordnungsgemäßer Durchführung [13,15] und der Untersuchungszeitraum von sechs Monaten ist ohnehin zu kurz, um zu einer belastbaren Aussage zu kommen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Pfizer selbst an einer langanhaltenden Wirksamkeit seiner Impfung zweifelte, wurde die Kontrollgruppe doch direkt nach der Zulassung aufgelöst, statt wie versprochen zu teleskopieren.

Die Verimpfungen begannen dann Anfang 2021 gerade in den absteigenden Zweig der Grippesaison. Die fallende Zahl an Erkrankten kann also auf die Impfung zurückgeführt werden, muss es aber nicht.

Ein einziges Protein ist zu wenig

Im Herbst 2021 kam dann die Delta-Variante und Alpha und Beta treten zunehmend selten auf und werden wohl bald für immer verschwunden sein. Es gibt verschiedene Untersuchungen dazu, in welchem Maße die Impfungen gegen die einzelnen Varianten helfen [z.B. 3,4], doch gerade bei Delta weist die hohe Zahl an Impfdurchbrüchen und Hospitalisierungen im In- und Ausland auf eine äußerst geringe Wirksamkeit hin.

Ändert sich das Spike-Protein durch Mutationen, die bei RNA-Viren sehr schnell entstehen, kann der Körper das Virus nicht mehr erkennen und auch nicht auf eine Kreuzimmunität zurückgreifen, da ihm mit der Impfung keine weiteren Indikatoren mitgeteilt wurden. Das Immunsystem löst die erlernte Immunantwort nicht mehr oder deutlich abgeschwächt aus. Und genau hier scheint das Problem der Impfstoffe zu liegen.

Doch medial und politisch wird an der Wirksamkeit der Impfung festgehalten, obwohl sich diese nur durch "kreative" Statistik und den festen Willen, eine Wirkung im Impfstoff zu sehen, herbeireden lässt. Einen fast traurigen Höhepunkt erreicht dies, wenn das RKI nun in einem Atemzug davon spricht, dass Omikron Geimpfte und Genesene bedroht (die Impfung also nicht hilft) und gleichzeitig eine Schließung der Impflücken fordert. [9]

Es ist weder nachvollziehbar, weswegen Genesene gefährdet sein sollen, deren Körper das ganze Virus kennengelernt haben, noch weswegen das Impfen oder Boostern mit einem nicht mehr funktionierenden Impfstoff irgendetwas bringen soll. Genausogut könnte man die Grippeimpfungen von vor fünf Jahren anbieten.**

Es läuft wohl darauf hinaus, dass die Impfstoffe allmählich reif für den Müll sind. Ob aber das fast fanatische Festhalten an einer aus der Not geborenen Impfung nun ein Vehikel zur Durchsetzung einer Impfpflicht und eines elektronischen Impfpasses ist, oder ob die Regierung nur von ihrem Versagen ablenken will, mag jeder selbst entscheiden.

Dass sie aber die Entwicklung von Behandlungsprotokollen bei Covid nicht nur vernachlässigt, sondern geradezu behindert hat, fällt ihr und den Erkrankten auf die Füße. Es bleibt zu hoffen, dass sie sich bald die Frage stellen lassen muss, wieviele Menschenleben man hätte retten können, hätte man in der Pandemiepolitik nicht von vorneherein wie auf Schienen nur eine einzige Lösung verfolgt.

Anmerkungen

* Es zeigt sich allerdings auch im Gesundheitssystem zunehmend ein technokratischer Ansatz, wie die sinnlose Eingrenzung des Genesenenstatus auf sechs Monate oder die Änderung der Definition der Herdenimmunität durch die WHO zeigen. [14]

** Selbst Drosten hat erkannt, dass die natürliche Immunität dieser Impfung vorzuziehen ist, wenn er sich zwecks Immunisierung infizieren will. [10]

Quellen und Verweise:
[1] Worse Than the Disease? Reviewing Some Possible Unintended Consequences of the mRNA Vaccines Against COVID-19
[2] Efficacy and Safety of the mRNA-1273 SARS-CoV-2 Vaccine
[3] mRNA Vaccine-Elicited Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2)–Specific T Cells Persist at 6 Months and Recognize the Delta Variant
[4] COVID-19 mRNA vaccine induced antibody responses against three SARS-CoV-2 variants
[5] BT: CDC-Report berichtet über Infektiösität und Durchbruchsinfektionen bei Geimpften eigener Bericht mit Link
[6] Elapsed time since BNT162b2 vaccine and risk of SARS-CoV-2 infection: test negative design study
[7] Correlation of SARS-CoV-2-breakthrough infections to time-from-vaccine
[8] Transmission potential of vaccinated and unvaccinated persons infected with the SARS-CoV-2 Delta variant in a federal prison, July—August 2021
[9] RKI verschärft Risikobewertung
[10] Drosten möchte sich infizieren
[11] Discrepancies and inconsistencies in UK Government datasets compromise accuracy of mortality rate comparisons between vaccinated and unvaccinated
[12] Neutralization of SARS-CoV-2 Omicron variant by sera from BNT162b2 or Coronavac vaccine recipients
[13] Covid-19: Researcher blows the whistle on data integrity issues in Pfizer’s vaccine trial
[14] Impfen statt Gesundheit als primäres Ziel der WHO
[15] Pfizer and Moderna’s “95% effective” vaccines—we need more details and the raw data
[16] Thomas Hardtmuth: Das Virom des Menschen – Systembiologische Argumente gegen ein altes Feindbild

 


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