Der Rüstungswahn führt zu neuen Steigerungswerten

Rundbrief vom Jürgen Grässlin, Rüstungsbüro, 26.04.2021

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Friedensfreund:innen,

der militärische Rüstungswahn führt – selbst in Zeiten der Corona-Pandemie – zu neuen Steigerungswerten. Siehe hierzu den heute publizierten Bericht des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI „World military spending rises to almost $2 trillion in 2020“ sowie die Kommentierung „SIPRI: Globaler Rüstungsboom – trotz Corona-Krise“ in der Deutschen Welle (s. Verweise unten.)

Mit Rüstungsausgaben in Höhe von 1.981 Milliarden US-Dollar wird nunmehr der Wert Ende der Achtzigerjahre des vorigen Jahrhunderts erreicht – also der Ära des Kalten Krieges. Auch Deutschland hat seine Militärausgaben weiter erhöht und sich damit von Rang acht auf sieben der weltweit führenden Militärmächte vorgeschoben. 

 Diese Fehlsteuerung wird von Politik und Militär in einer Zeit betrieben, da die wirtschaftliche Leistung dramatisch schrumpft und Milliardenbeträge zur Bekämpfung von Krankheiten und Hunger fehlen. Und was keinesfalls vergessen werden darf:

„Jeden Tag sterben noch immer 14.000 Kinder, bevor sie fünf Jahre als werden“,

schreibt UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (siehe hier). Geld wäre genug da, um jedem Kind Nahrung, Medikamente und auch Bildung zu geben – aber es wird wissentlich falsch verteilt.

Lasst uns diesem todbringenden Rüstungswahn – zum Wohle aller Menschen – mit einer weltweiten Widerstandsbewegung ein Ende setzen!

Herzlichst

Jürgen Grässlin,

GLOBAL NET – STOP THE ARMS TRADE, RIB e.V., DFG-VK, Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel!

Verweise:
World military spending rises to almost $2 trillion in 2020
SIPRI: Globaler Rüstungsboom - trotz Corona-Krise
Zivilisation am Scheideweg – Das neue Sachbuch von Wolfgang Bittner enthüllt: Die Kriegsgefahr in Europa wächst von Tag zu Tag.

 


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