Corona und die Schweinegrippe – ein Déjà-vu

Corona und die Schweinegrippe – ein Déjà-vu Bild: Pixabay

Wie heißt es doch so schön: "Geschichte wiederholt sich nicht, aber sie reimt sich". Irgendwie kann man den Eindruck haben, dass dieser Ausspruch auf unsere Gegenwart passt: Wir erleben im Moment eine Situation, die Erinnerungen weckt.

Der neuer Gesundheitsminister hat uns gerade Millionen von Impfdosen besorgt, wie er sich ausdrückte, nachdem er zuvor beklagt hatte, dass Deutschland vermeintlich unter massivem Impfstoffmangel leide. Rund 554 Mio. Impfdosen sind jetzt bestellt (1). Und die müssen, wenn sie denn alle da sind, unter das Volk, koste es was es wolle – und wenn es die Grundrechte sind oder die Steuergelder der Bürger oder auch deren Gesundheit. Die Absicht, die Menschen vor Corona schützen zu wollen, mag im besten Falle redlich sein, dennoch ist Zweifel angebracht, lässt sich doch ein bestimmtes Déjà-vu- Erlebnis nicht vermeiden.

Gehen wir zurück ins Jahr 2009. Es war wieder Grippezeit und Gefahr in Verzug. Schon Anfang des Jahres hatte die WHO die bisherigen Pandemie-Definition dahingehend geändert, dass die wesentlichen Kriterien der hohen Morbidität und Mortalität gestrichen wurden.

Aufgrund dieser neuen Definition war es der WHO möglich schon im Sommer 2009, die Schweinegrippe-Pandemie auszurufen. Medien und Wissenschaftler traten weltweit eine ungeheure Angst-Kampagne los. Allein für Deutschland wurden 30 Millionen Infizierte und extreme Krankheitsverläufe sowie 35.000 Tote prognostiziert. Die Bundesregierung kaufte 34 Millionen Impfdosen.

Doch am Ende war es eine Influenza im Rahmen einer milden saisonalen Grippe mit in Deutschland rund 226.000 bestätigten Fällen und 250 Todesfällen. Die Bundesländer blieben auf 28,3 Millionen Impfdosen sitzen, die vernichtet werden mussten.

Tamiflu, das Mittel der Wahl

Die WHO hatte empfohlen, Personen, für die der Verdacht besteht, dass sie mit Schweinegrippe infiziert sind, mit Tamiflu vorsorglich zu behandeln. Die Herstellerfirma Roche versprach, dass das antivirale Mittel Tamiflu Krankenhauseinweisungen reduziere und schwere Komplikationen bei Grippe um mehr als 50 Prozent verhindere.

Bedauerlicherweise hielten die Versprechen einer wissenschaftlichen Überprüfung nicht stand. Aber erst 2014 wurde in einer wissenschaftlichen Studie dieser Sachverhalt nachgewiesen und veröffentlicht (2), die dazu führte, dass die Wissenschaftler des unabhängigen Cochrane-Netzwerks und das British Medical Journal in einem gemeinsamen Appell Regierungen und Entscheidungsträger in den Gesundheitssystemen aufriefen, ihre Richtlinien für den Umgang mit Tamiflu zu überarbeiten. Die klinischen Tests der Hersteller waren zu undurchsichtig. Zu gering auch der Nutzen, zu groß die Gefahr von schwerwiegenden Nebenwirkungen!

... oder lieber die Impfung

Die AOK empfahl damals besonders eine Impfung gegen Grippe für folgende Personengruppen:

  • Menschen im Alter über 60 Jahren
  • Bewohner von Alters- und Pflegeheimen
  • Personen mit chronischen Grundkrankheiten (insbesondere Herz- oder Lungenerkrankungen, Asthma bronchiale, Diabetes mellitus, Nierenversagen)
  • Personen mit Tumorerkrankungen
  • Personen mit beruflichem Infektionsrisiko, also Ärzte, Schwestern, Personal von Pflegeheimen, mobile Krankenschwestern
  • Schwangere im letzten Schwangerschaftsdrittel
  • Eltern von Säuglingen
  • Interkontinentalreisende

Eine der Impfungen, die vor der Schweinegrippe schützen sollten, war Pandemrix. Mit diesem Mittel, das im Oktober 2009 in der EU zum Schutz gegen das Influenza-A-Virus H1N1 zugelassen worden war, wurden während der Grippewelle 2009/2010 fast 31 Millionen Menschen geimpft. Jetzt wird der Impfstoff in der EU nicht mehr verwendet.

Nach der Schweinegrippe-Impfung erkrankten in Europa auffällig viele Menschen an Narkolepsie. Patienten in Schweden, die nach einer Impfung an der unheilbaren Schlafkrankheit erkrankt waren, konnten bis zu einer Million Euro Entschädigung einfordern, nachdem das Parlament in Stockholm 2016 ein entsprechendes Gesetz verabschiedet hatte.

Was werden wir in ein paar Jahren herausgefunden haben über die Wirksamkeit/Unwirksamkeit und Nebenwirkungen der Corona-"Impfungen", wenn wir vollständigen Zugang haben zu den noch gesperrten Zulassungsstudien der Produzenten? Im Grunde ist die jetzige Datenlage zu diesen schon längst ausreichend, um ein Verbot für sie auszusprechen, wie kürzlich einige der renommiertesten Wissenschaftler feststellten (3). Schon in den Daten der Pfizer-Zulassungstudie sieht die Canadian Covid Care Alliance, ein Zusammenschluss kanadischer Ärzte und Wissenschaftler, deutliche Indizien dafür, dass der Impfstoff nie hätte zugelassen werden dürfen. (4)

Wenn die Pandemie auch nicht beendet wurde mit all den Impfstoffen, so hat sich die Sache dennoch gelohnt, zumindest für die Impfstoffhersteller. So konnte z.B. das Pharma-Unternehmen Biontech, das noch 2020 Rote Zahlen schrieb, 2021 für die ersten neun Monaten den Gewinn auf auf gut 7,1 Milliar­den Euro steigern (5).

Quellen und Verweise:
(1) Antwort der Bundesregierung: Einkauf, Lieferung und Verbleib der Corona-Impfstoffe. S. auch die Berechnung von Corona-Blog.
(2) Neuraminidase inhibitors for preventing and treating influenza in adults and children
(3) RT: Medizinerverein von Sucharit Bhakdi macht Kritik an Pandemiedarstellung in Medien öffentlich
(4) CCCA: The Pfizer Inoculations For COVID-19 – More Harm Than Good

(5) Ärzteblatt: Biontech erwirtschaftet beträchtlichen Nettogewinn

 


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