Hintergründe zur Flutopfer-Katastrophe im Ahrtal

YouTube, NZZ

Heute erreichte mich dieser sehr interessante Rundbrief von Clemens Ronnefeldt, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes, den ich hier gerne poste.

Das eingebettete kurze Video von NZZ (Neue Zürcher Zeitung) ist eine gute Ergänzung zum Interview mit dem Biologen, Wolfgang Büchs, in der Rhein Zeitung.

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Rundbrief von Clemens Ronnefeldt

Liebe Friedensinteressierte,

in meinem heutigen Newsletter geht es um die Themen:

  • Hintergründe zur Flutopfer-Katastrophe im Ahrtal
  • Aktion zur Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) am 11. September 2021 in München
  • BSV-Dokumentation: "Es wird heiß. Kein Frieden mit dem Klimawandel“

Hintergründe zur Flutopfer-Katastrophe im Ahrtal

Wolfgang Büchs, Gastprofessor an der Uni Hildesheim und früherer wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pflanzenbau und Bodenkunde des Julius-Kühn-Instituts, kennt das Ahrtal gut. Er ist
unter anderem Hauptautor einer dreibändigen Monografie, die 2003 im Auftrag des Landesamts für Umwelt Rheinland-Pfalz entstanden ist.

Die Hochwassergefahr im Ahrtal war bereits nach dem "Jahrhunderthochwasser“ am 12./13. Juni 1910 bekannt; damals wurden mehr als 40 Menschen getötet. Die lokalen Ursachen dieser damaligen Katastrophe sind seit mehr als hundert Jahren bekannt. Der wichtigste Grund: Schieferboden, der kein Wasser aufnimmt, so dass Regen nicht versickern kann und das Wasser oberflächlich abfließt.

In den 1920ger Jahren wurde der Bau von Regenwasser-Rückhaltebecken beschlossen, die aber nie gebaut wurden.

Gebaut wurde dagegen der nahe gelegene Nürburgring, der 1927 eingeweiht wurde. Im nachfolgenden Artikel steht zu lesen:

„Es war kurz nach dem ersten Weltkrieg kein Geld da, um beides zu machen. Die Wahl fiel auf den Nürburgring“.

Die nachfolgenden Landesregierungen kannten seither die drohende Gefahr, haben aber in 100 Jahren nichts zum Schutz der bedrohten Menschen im Ahrtal unternommen.

Durch den Rückbau der Weinterrassen, Begradigung von Bächen und Fichtenmonokulturen verschlechterte sich die Lage noch zusätzlich für die Betroffenen im Ahrtal.

Hier der Link zu dem Artikel mit großer politischer Brisanz vom 21. Juli 2021: So hätte man die Flutwelle kappen können

Aktion zur Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) am 11. September 2021 in München

Verschärft wurde die jüngste Flutkatastrophe zusätzlich u.a. durch den hohen CO-2-Ausstoß und als dessen Folge die weltweit voll im Gange befindliche Klimakatastrophe.

Der Automobil-Individualverkehr – vor allem mit Verbrenner-Motoren – heizt die Klimakatastrophe weiter an, weshalb ich die nachfolgende Aktion anlässlich der Internationalen Automobil Ausstellung (IAA) am 11. September 2021 in München zum Mitmachen empfehlen möchte: #aussteigen – Mobilitätswende jetzt!

BSV-Dokumentation: "Es wird heiß. Kein Frieden mit dem Klimawandel“

Zum Thema "Klima und Konflikt“ hat der Bund für soziale Verteidigung eine lesenswerte Tagungsdokumentation (50 Seiten) erstellt mit dem Titel:

"Es wird heiß. Kein Frieden mit dem Klimawandel“. Dokumentation einer Tagung vom 19.-21. März 2021

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Ronnefeldt
Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des internationalen Versöhnungsbundes
A.-v.-Humboldt-Weg 8a
85354 Freising

Tel.: 08161-54 70 15    
Fax:  08161-54 70 16

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www.versoehnungsbund.de

 


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