Bill Gates zieht eine dritte Impfdosis in Erwägung

Bill Gates zieht eine dritte Impfdosis in Erwägung Adobe Stock - von Rawpixel.com

Bis das Coronavirus ausgerottet sei, will der Microsoft-Gründer weiter impfen. Im Sommer wird sich die Situation seiner Meinung nach wieder "normalisieren".

Ein Artikel von RL mit freundlicher Genehmigung aus Corona Transition übernommen.

In den vergangenen Tagen stand Bill Gates wieder einmal im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit. Ohne sich kritischen Fragen stellen zu müssen, stimmte Gates am Dienstag die Leser der deutschen Tageszeitung Die Welt auf ein mögliches Dauerimpfprogramm ein.

Zur Erinnerung: Es war kein anderer als Gates, der im April 2020 gegenüber der Financial Times verkündete:

„Wir werden sieben Milliarden Menschen impfen. (...) Die Menschen denken, sie hätten eine Wahl, aber sie haben keine Wahl. (…) An die gesamte Welt: Wir werden erst wieder zur Normalität zurückkehren, wenn wir die Bevölkerung geimpft haben.“

Im Gespräch mit der deutschen Tageszeitung deutete Gates nun an, dass es seiner Meinung nach mehr als bloss eine Impfung benötige. Auf die Frage der Welt, wie die „Corona-Lage“ in einem Jahr sein wird, antwortete der Microsoft-Gründer:

„Wir werden die dramatischsten Folgen der Pandemie überwunden haben, auch wenn das Virus dann durchaus noch irgendwo auf der Welt kursieren dürfte. Die Frage besteht darin, ob wir in der Lage sein werden, die Zahl der Ansteckungen auf null zu senken, oder ob sich Covid-19 zu einer endemischen Krankheit entwickelt und wir auch weiterhin regelmässig sehr viel impfen müssen. Das wissen wir noch nicht. Ideal wäre, wenn das Virus nicht mehr von Mensch zu Mensch übertragen wird. Abgesehen davon: Die Geschäfte werden wieder öffnen, es wird wieder öffentliche Veranstaltungen geben, und zwar dauerhaft, sobald mindestens 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Bis zu diesem Sommer werden sich die Dinge grösstenteils wieder normalisiert haben. Und bis 2022 werden sich Länder in Europa oder auch die USA wieder fast vollständig erholt haben und auch grosse öffentliche Veranstaltungen wieder gefeiert werden können.“

Weiter betonte Gates, dass Impfstoffe angepasst werden müssen, um „sie effizienter zu machen“. Dies sei gerade auch wegen den gegenwärtigen Mutationen notwendig. Dazu der Impfstoff-Investor:

 „Diese Mutationen reduzieren die Wirksamkeit der monoklonalen Antikörper erheblich, auf die wir so gehofft hatten, weil wir mit ihnen parallel zu den Fortschritten der Impfkampagnen die Sterblichkeitsraten senken wollten. Doch leider wird dieses therapeutische Mittel nicht so wirksam sein wie erwartet. Andererseits sind die uns zur Verfügung stehenden Impfstoffe, wie die von Pfizer und von Moderna, sehr leistungsstark und wirken höchst effizient. Noch sind wir uns nicht ganz sicher, ob wir sie modifizieren müssen, aber wir sind dabei, das zu überprüfen. Es würde etwa drei Monate dauern, ihre Sicherheit zu testen und sie dann herzustellen.“

Was die „reduzierte Wirksamkeit“ und das „modifizieren“ der Impfstoffe konkret bedeuten soll, erfuhr man im Interview nicht. Doch etwas mehr dazu sagte Gates letzte Woche in einem Interview mit CBS News. Gegenüber dem Nachrichtensender zog der Microsoft-Gründer bereits die Möglichkeit einer dritten Impfdosis in Betracht, um gegen die mutierten Coronavariationen gewappnet zu sein. Denjenigen Menschen, die noch nicht geimpft sind, legt Gates den modifizierten Impfstoff nahe.

Die Frage von CBS, ob der Coronavirus-Impfstoff vergleichbar sei mit dem Grippeimpfstoff, der jährliche Auffrischungen erfordert, liess Gates offen. Bis das Virus bei allen Menschen ausgerottet sei, so Gates, könnten in Zukunft noch weitere Impfungen erforderlich sein.

Der Pharmaindustrie und dem Microsoft-Gründer dürfte ein sich anbahnendes Dauerimpfprogramm gefallen. Gates zählt schliesslich zu den grössten Investoren von mehreren grossen Impfstoffherstellern.

Die Bill und Melinda Gates Stiftung hat unter anderem auch in die Impfstoffe von AstraZeneca, Johnson & Johnson und Novavax investiert, die gerade gegen die neuen Varianten getestet werden. Da kommen Gates die Mutationen gerade gelegen, die gegenwärtig zu Unrecht stets als besonders gefährlich dargestellt werden (Corona-Transition berichtete).

 

Quelle:
Die Welt: „Die Menschen sollten wirklich offener sein für Atomkraft“ - 23. Februar 2021

Verweis:
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